Nachdem gestern schon neue Informationen zu verschiedenen Mustertechniken und einige neue Bilder hinzugekommen sind, gab's heute eine Anleitung samt Musterbriefen zur litauischen Dreifarbtechnik. Im Laufe des Tages werden noch ein paar Musterbriefe für die "normalen" einfarbigen Musterfaden-Bänder und eine Seite mit Tipps&Tricks, die das Weben einfacher machen, folgen. Irgendwann in den nächsten Tagen/Wochen will ich mich noch an der Ripstechnik versuchen, dann folgt auch dazu noch eine Anleitung. Erstmal müssen aber noch der letzte Teil litauische Kringel und die Borte für Sallys Umhang fertig.
So viel zum Thema "ich will den Nadelbindebereich neu strukturieren", irgendwie habe ich zur Zeit mehr Spaß am Weben als am Nadeln - das kennt man von mir doch eigentlich gar nicht, meistens kann ich mich nur sehr schwer zum Weben durchringen... Schauen wir mal, wie lange es anhält!
Raka
Donnerstag, 14. April 2011
Litauisch Teil 3 / Schlaflosigkeit Teil 2
kUnd wieder mitten in der Nacht fast zwei Stunden gewebt... Gürtel 2 (der vom letzten Post) ist fertig, Gürtel 3 treibt mich in den Wahnsinn - alle paar Reihen muss ich die letzten 3-5 Reihen wieder auf machen, weil sich wieder ein Fehler eingeschlichen hat... Aber ich denke, das Ergebnis ist trotzdem ganz brauchbar. Das Muster ist auf jeden Fall NICHT für Anfänger mit dieser Methode geeignet!
Mittwoch, 13. April 2011
Litauische Dreifarbtechnik, Teil 2
Nachdem das mit den Fischis so gut geklappt hat, hab mich mich mal an etwas komplizierterem versucht... Musterfarbwechsel an schrägen Linien klappen jetzt auch bei mir :)
Leider sieht man die Zwischenelemente in der Hintergrundfarbe nicht ganz so gut... Eventuell beim nächsten Mal einen andersfarbigen Schussfaden probieren?
Raka
Litauische Dreifarbtechnik
Ich konnte nicht anders, ich musste die Technik mal versuchen...
Ergo hab ich mir gedacht "nimmste zum Experimentieren mal erstmal die grauseligen Holzfärbungen..." - wenn ich gewusst hätte, wie gut das klappt, hätte ich gleich "was schönes" gemacht :)
so gibt's halt erstmal nur rosa und lila Fische, vielleicht im zweiten und dritten Abschnitt (habe genug für ca 4,5m Borte aufgezogen) auch Experimente mit anderen, komplizierteren Mustern... Aber die nächste Borte in der Technik kommt bestimmt!
Raka
Ergo hab ich mir gedacht "nimmste zum Experimentieren mal erstmal die grauseligen Holzfärbungen..." - wenn ich gewusst hätte, wie gut das klappt, hätte ich gleich "was schönes" gemacht :)
so gibt's halt erstmal nur rosa und lila Fische, vielleicht im zweiten und dritten Abschnitt (habe genug für ca 4,5m Borte aufgezogen) auch Experimente mit anderen, komplizierteren Mustern... Aber die nächste Borte in der Technik kommt bestimmt!
Raka
Wenn Raka nachts nicht schlafen kann...
... dann endet das oftmals so:
insgesamt ca 454cm Borte, Ritterspornblüten- und Faulbaumrinde-Färbungen, Breite ca 2,3cm. Einzugsmuster: meine Mittelgrätenvariation, wieder ein Beweis, wie unterschiedlich Muster je nach Farbwahl aussehen können...
insgesamt ca 454cm Borte, Ritterspornblüten- und Faulbaumrinde-Färbungen, Breite ca 2,3cm. Einzugsmuster: meine Mittelgrätenvariation, wieder ein Beweis, wie unterschiedlich Muster je nach Farbwahl aussehen können...
Montag, 11. April 2011
Ergebnisse einer Woche ohne Kamera, Teil 2
Soooo, nachdem die Zunderschwamm-Wolle nun getrocknet, entfusselt (nie wieder Sägekrümel im Färbesud + Kontaktfärbung!) und gewickelt und die Blauholz-Krapp-Gürtelborte fertig gewebt ist, hier die zweite Ladung Photos der Projekte von letzter Woche :)
Deutlich heller geworden als geplant, aber trotzdem eine sehr schöne Farbe. Zunächst stand ich vor einem Rätsel: Fischer schreibt zu Zunderschwamm gehört Ammoniak in den Kessel und färbt "goldbeige/grünbeige" bei einer Konzentration von 100%. Lundmark/Marklund schreiben "pilzsaurer pH", 150% und Photo zeigt ein mittelbraun. Da ich kein Ammoniak zur Hand hatte und ohnehin einen mittleren Braunton zur Kombination mit der Ritterspornfärbung brauchte, habe ich mich für zweitere Variation entschieden.
Mein Zunderschwamm hatte allerdings nur 130g statt 150g, und vermutlich waren die Stücke zu groß und nicht lange genug eingeweicht - so erkläre ich mir zumindest den doch recht pastelligen Farbton. Gefallen tut's mir trotzdem, denke, da lässt sich was mit anfangen. Vielleicht kombiniert mit Krappfärbung oder so ;)
Wie man sieht, hat das Weben im Garten bei dem Wetter richtig Spaß gemacht. Das Ergebnis:
Länge: etwa 270cm. Dürfte knapp für zwei Gürtel oder als Besatz für einen Umhang oder ähnliches reichen. Blauholz und Krapp, jeweils erster Zug.
Hier dann also auch noch nachgereicht ein Photo vom Versuch, wie der erste Zug Rotholz versponnen aussieht:
Ich bin immernoch begeistert!
Heute habe ich dann die zweite Ladung Milchschaf-Kammzug aus der Tonerde-Beize genommen (die erste Ladung ist bereits komplett gebeizt, die dritte Ladung landet nachher noch drin) und bei dem schönen Wetter zum Trocknen aufgehängt. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht - einfach immer jede Menge auf Vorrat beizen wenn man einmal dabei ist, und das ganze dann trocknen. Wenn man dann färben will, einfach wieder gut durchfeuchten und ab in den Färbesud damit. Ist genauso effektiv wie frisch gebeizt!
Nebenbei beim Basteln noch entdeckt: In Mutterns Garten wachsen mehr Färbepflanzen, als gedacht. Vor allem Frauenmantelkraut bis zum Umfallen - ich wurde informiert, dass das Zeuch stellenweise einfach nur noch weggemäht werden muss. Ich denke, das schreit nach vielen Kilos gelber und grüner Wolle in ein paar Monaten :) So wie auf dem Bild sieht nämlich fast jedes Blumenbeet im Garten aus...
Und bei den Johannisbeeren im alten Sandkasten wächst der nächste Gelbfärber - jede Menge feinster Efeu. Auch davon noch exemplarisch ein Photo, den Rest der wuchernden Gelbfärber (Brombeerblätter, der Essigbaum der Nachbarn der ständig übern Zaun wuchert, etc) würde dann doch den Rahmen dieses Blogs sprengen ;)
Das war es dann auch für heute - ich gehe dann mal die nächste Auftragsarbeit (einen kammgwebten Gürtel) aufziehen (der Kamm ist ja jetzt endlich wieder frei und die Ritterspornfärbung schreit nach Verarbeitung!) und die nächste Ladung Wolle in die Beize legen...
Sommerlich hochmotivierte Grüße
Raka
Deutlich heller geworden als geplant, aber trotzdem eine sehr schöne Farbe. Zunächst stand ich vor einem Rätsel: Fischer schreibt zu Zunderschwamm gehört Ammoniak in den Kessel und färbt "goldbeige/grünbeige" bei einer Konzentration von 100%. Lundmark/Marklund schreiben "pilzsaurer pH", 150% und Photo zeigt ein mittelbraun. Da ich kein Ammoniak zur Hand hatte und ohnehin einen mittleren Braunton zur Kombination mit der Ritterspornfärbung brauchte, habe ich mich für zweitere Variation entschieden.
Mein Zunderschwamm hatte allerdings nur 130g statt 150g, und vermutlich waren die Stücke zu groß und nicht lange genug eingeweicht - so erkläre ich mir zumindest den doch recht pastelligen Farbton. Gefallen tut's mir trotzdem, denke, da lässt sich was mit anfangen. Vielleicht kombiniert mit Krappfärbung oder so ;)
Wie man sieht, hat das Weben im Garten bei dem Wetter richtig Spaß gemacht. Das Ergebnis:
Länge: etwa 270cm. Dürfte knapp für zwei Gürtel oder als Besatz für einen Umhang oder ähnliches reichen. Blauholz und Krapp, jeweils erster Zug.
Hier dann also auch noch nachgereicht ein Photo vom Versuch, wie der erste Zug Rotholz versponnen aussieht:
Ich bin immernoch begeistert!
Heute habe ich dann die zweite Ladung Milchschaf-Kammzug aus der Tonerde-Beize genommen (die erste Ladung ist bereits komplett gebeizt, die dritte Ladung landet nachher noch drin) und bei dem schönen Wetter zum Trocknen aufgehängt. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht - einfach immer jede Menge auf Vorrat beizen wenn man einmal dabei ist, und das ganze dann trocknen. Wenn man dann färben will, einfach wieder gut durchfeuchten und ab in den Färbesud damit. Ist genauso effektiv wie frisch gebeizt!
Nebenbei beim Basteln noch entdeckt: In Mutterns Garten wachsen mehr Färbepflanzen, als gedacht. Vor allem Frauenmantelkraut bis zum Umfallen - ich wurde informiert, dass das Zeuch stellenweise einfach nur noch weggemäht werden muss. Ich denke, das schreit nach vielen Kilos gelber und grüner Wolle in ein paar Monaten :) So wie auf dem Bild sieht nämlich fast jedes Blumenbeet im Garten aus...
Und bei den Johannisbeeren im alten Sandkasten wächst der nächste Gelbfärber - jede Menge feinster Efeu. Auch davon noch exemplarisch ein Photo, den Rest der wuchernden Gelbfärber (Brombeerblätter, der Essigbaum der Nachbarn der ständig übern Zaun wuchert, etc) würde dann doch den Rahmen dieses Blogs sprengen ;)
Das war es dann auch für heute - ich gehe dann mal die nächste Auftragsarbeit (einen kammgwebten Gürtel) aufziehen (der Kamm ist ja jetzt endlich wieder frei und die Ritterspornfärbung schreit nach Verarbeitung!) und die nächste Ladung Wolle in die Beize legen...
Sommerlich hochmotivierte Grüße
Raka
Sonntag, 10. April 2011
Ergebnisse einer Woche ohne Kamera, Teil 1
Da meine Eltern die Kamera mit im Urlaub hatten, hier jetzt nachträglich der erste Teil der Basteleien diese Woche...
Rotholzfärbung (Mystery-Holz, Teil 2):
insbesondere der letzte (sechste) Zug gab eine "herrliche" Farbe - das Kardenband erinnert meiner Meinung nach exterm an diese grauselige pinke Zuckerwatte, die es heutzutage auf Jahrmärkten gibt (und einfach nicht so gut schmeckt wie die weiße...^^):
Ritterspornfärbung:
deutlich blasser und vor allem grauer als erwartet, aber ich denke, wenn man es geschickt kombiniert, lässt sich da was brauchbares raus zaubern. Für eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für's Nadelbinden hab ich damit heut schon ein Beispielprojekt und jede Menge Photos gemacht - denke, die Anleitung (und überhaupt der Umbau der Nadelbinde-Seiten auf der HP, die nerven mich so) folgt in den nächsten Tagen.
Morgen folgen dann noch Photos von den lila-roten kammgewebten Gürteln und dem versponnenen ersten Zug Rotholzfärbung sowie dem ersten Versuch, mit Pilzen zu färben (die Zunderschwammwolle hängt noch zum Trocknen draußen am Apfelbaum ;) )
Gruß,
Raka
Rotholzfärbung (Mystery-Holz, Teil 2):
insbesondere der letzte (sechste) Zug gab eine "herrliche" Farbe - das Kardenband erinnert meiner Meinung nach exterm an diese grauselige pinke Zuckerwatte, die es heutzutage auf Jahrmärkten gibt (und einfach nicht so gut schmeckt wie die weiße...^^):
der erste Zug dagegen gefällt mir richtig gut, den habe ich sogar am Freitag bereits begonnen zu verspinnen... Zwar ebenfalls weit, weit entfernt von dem Blutrot bzw grellrot, das meine Färbebücher und diverse Foren behaupten würde Rotholz färben, aber trotzdem eine geniale Farbe. Ich denke, da wird noch was schönes draus:
Ritterspornfärbung:
deutlich blasser und vor allem grauer als erwartet, aber ich denke, wenn man es geschickt kombiniert, lässt sich da was brauchbares raus zaubern. Für eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für's Nadelbinden hab ich damit heut schon ein Beispielprojekt und jede Menge Photos gemacht - denke, die Anleitung (und überhaupt der Umbau der Nadelbinde-Seiten auf der HP, die nerven mich so) folgt in den nächsten Tagen.
Morgen folgen dann noch Photos von den lila-roten kammgewebten Gürteln und dem versponnenen ersten Zug Rotholzfärbung sowie dem ersten Versuch, mit Pilzen zu färben (die Zunderschwammwolle hängt noch zum Trocknen draußen am Apfelbaum ;) )
Gruß,
Raka
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